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Hundehaftpflicht - 10 Dinge, die ich wissen muss

Der tut nix, der will doch nur spielen! Wir alle kennen diesen Spruch seit der Kindheit und in den meisten Fällen stimmt es auch. Kommt es dennoch mal anders haften Sie als Hundehalter für alle Personen- und Sachschäden zu 100% mit Ihrem Privatvermögen.

Wir haben in diesem Leitfaden die wichtigsten Informationen zur Hundehaftpflichtversicherung zusammengefasst und erklären, warum eine Hundehaftpflicht wichtig ist und worauf Sie achten müssen.

Ihr Hund ist Ihre Verantwortung

Mal angenommen: Ihr Hund reißt sich plötzlich los, rennt einem Ball auf der Straße hinterher, ein Auto muss ausweichen und überfährt einen Radfahrer. Ohne Hundehaftpflichtversicherung haften Sie sowohl für die Kosten des Autofahrers als auch für die des Radfahrers mit Ihrem Privatvermögen.

„Wird durch ein Tier ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“- Wortlaut des § 833 Satz1 BGB.

Sie haben bereits eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen? Entgegen der allgemeinen Annahme deckt diese keine durch Ihren Hund verursachten Schäden ab! Lediglich Kleintiere wie Katzen, Vögel oder Hasen sind darin inbegriffen.

Bevor Sie eine Hundehaftpflicht für Ihren Hund abschließen, haben wir für Sie die 10 wichtigsten Punkte zusammengefasst.

1. Hundehaftpflicht versichert das Unvorhersehbare

Sie fragen sich vielleicht: “Warum soll ich Schäden durch meinen Hund absichern? Mein Hund tut doch nix!” Das Ziel einer Hundeversicherung ist es Sie und Ihre Familie vor dem Unvorhersehbaren abzusichern. Ein Tier ist leider nicht zu 100% berechenbar und es ist auch nicht möglich in die Zukunft zu schauen. Zusammengefasst bedeutet das:

Eine Hundehaftpflicht macht unberechenbare Ereignisse berechenbar!

2. Soll ich meinen Hund versichern?

Ihr Hund kann binnen weniger Sekunden einen erheblichen finanziellen Schaden für Sie und Ihre Familie anrichten. Der Hund springt die Nachbarin an und verschmutzt deren Hose. Kein Problem! In diesem Fall werden Sie die Reinigung wohl noch aus eigener Tasche bezahlen können. Aber wie sieht es bei einem Personenschaden aus, wie z.B. Bisswunden? Auch hier müssen Sie für alle Kosten, wie z.B. Arztkosten und Nachbehandlungen, privat aufkommen!

3. Ist eine Hundehaftpflicht Pflicht?

Hundehaftpflicht nach BundeslandJein! Die Pflicht zu einer Hundehaftpflichtversicherung richtet sich nach Bundesland, Rasse und unter Umständen auch nach der Größe Ihres Hundes. In den folgenden Bundesländern sind Sie jedoch per Gesetz verpflichtet eine Hundehaftpflicht abzuschließen:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Thüringen

In Nordrhein-Westfalen richtet sich die Pflicht nach der Größe Ihres Hundes. Erreicht oder überschreitet Ihr Hund eine Größe, gemessen an der Rückenhöhe, von 40cm, verpflichtet Sie das Landesgesetz zum Abschluss einer Hundehaftpflicht. In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland Pflalz ist eine Hundeversicherung dann Pflicht, sofern Ihr Hund in der Vergangenheit schonmal auffällig wurde. In Sachsen-Anhalt und Schleswig Holstein bestimmt sich der Zwang zu einer Hundehaftpflicht anhand einer Rassenliste.

Gesetzeslage hin oder her. Die Entscheidung für oder gegen eine Hundeversicherung können Sie anhand einer einfachen Frage herleiten.

Können und wollen Sie für alle durch Ihren Hund verursachten Personen- und Sachschäden mit Ihrem Privatvermögen haften?

Wenn Ihre Antwort “Nein” ist, dann ist eine Hundehaftpflichtversicherung die richtige Wahl.

4. Was genau leistet eine solche Hundeversicherung?

Eine Hundehaftpflicht übernimmt jegliche Schäden (beachten Sie den Maximalbetrag bei Abschluss), welche durch den versicherten Hund entstanden sind. Nicht darin inbegriffen sind Situation in denen vom Amt eine Verordnung, z.B. für das Tragen eines Maulkorbs vorliegt, Ihr Hund diesen bei Schadenseintritt jedoch nicht getragen hat.

Auf die folgenden Kriterien sollten Sie beim Abschluss einer Hundeversicherung achten:

  • hohe Deckungssumme (mind. 3 Millionen €)
  • Niedrige oder keine Selbstbeteiligung (die Kosten dafür sind oft unwesentlich höher)
  • der “ungewollte Deckakt” sollte Bestandteil der Versicherungspolice sein
  • die Hundehaftpflicht sollte unbedingt das “Fremdhüterrisiko” mit abdecken, sodass Sie auch dann abgesichert sind, wenn ein Fremder mit Ihrem Hund Gassi geht

Unser Tipp: Wählen Sie eine Hundehaftpflicht mit mindestens 10 Mio. € Deckungssumme und ohne Selbstbeteiligung.

5. Was wird typischerweise nicht mitversichert?

Die Hundehaftpflichtversicherung ist eine sehr transparente Versicherung. Trotzdem gibt es Situationen in denen die Versicherung nicht greift.

Eigenschäden: Eine Hundeversicherung versichert Personenschäden, Vermögensschäden sowie Sachschäden bei Dritten. Eigenschäden (z.B. Ihr Hund zerkratzt Ihre Ledercouch) werden typischerweise nicht mitversichert.

Besonders gefahrdrohende Umstände: Hundeversicherungen übernehmen die Kosten oft dann nicht, wenn beim Schadensfall ein sogenannter “besonders gefahrdrohender Umstand” vorliegt. Dies ist der Fall, wenn Ihr Hund nicht an der Leine war oder keinen Maulkorb getragen hat, obwohl dies laut Bundesland vorgeschrieben ist oder Ihr Hund in der Vergangenheit aggressives Verhalten gezeigt hat.

Verzug in der Schadensmeldung: Sie sind verpflichtet Ihrer Versicherung jeden Schaden ohne Verzug mitzuteilen. Oft bietet der Versicherer Ihnen eine Karenzzeit von einer Woche. Melden Sie den Schaden zu spät, so kann Ihre Hundehaftpflicht die Übernahme der Kosten ablehnen.

6. Listenhunde (Kampfhunde) unterliegen anderen Kriterien

Listenhunde, umgangssprachlich auch “Kampfhunde” genannt, unterliegen besonderen Kriterien. Aufgrund des erhöhten Risikos für einen Schadenseintritt bieten nicht alle Versicherungen Ihre Hundehaftpflicht für “Kampfhunde” an. Andere Versicherer wiederum verlangen eine höhere monatliche bzw. jährliche Pauschale.

Ob Ihr Hund eine Listenhund ist richtet sich nach Rasse sowie nach Ihrem Bundesland. Zur einfachen Einordnung haben wir für Sie eine übersichtliche Tabelle erstellt.

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Sollte Ihr Hund auf der Rassenliste aufgeführt sein und Sie möchten eine Hundehaftpflicht abschließen, dann finden Sie hier die besten Hundeversicherungen für Listenhunde.

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  • (American) Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Bullmasstiff

7. Haftpflicht wechseln

Konkurrenz belebt das Geschäft! Diese Floskel stimmt auch bei Hundeversicherungen. Immer mehr Versicherungen bieten Ihre eigene Form der Hundehaftpflicht an, oft mit individuell besserem Schutz und zu besseren Konditionen. Deshalb sollte ein Wechsel immer mal wieder in Betracht gezogen werden.

Was gibt es zu beachten?

Zum einen sollten sie die Leistungen Ihrer aktuelle Hundehaftpflicht mit der potentiell neuen Versicherung abgleichen. Der Teufel steckt bekanntlich im Kleingedruckten. Des Weiteren sollten Sie beachten, ob es eine Mindestlaufzeit bei der neuen Versicherung gibt. Oftmals ergeben sich niedrigere Beiträge durch hohe Laufzeiten.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit und vergleichen Sie die Konditionen beider Versicherungen. Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis, dann raten wir Ihnen zu einem Wechsel.

8. Kündbarkeit

Wie bei allen Versicherungen können Sie diese nach Ablauf des ursprünglichen Vertragsdatums wieder kündigen. Im Falle der Hundehaftpflicht räumt der Gesetzgeber allerdings ein Sonderkündigungsrecht in den folgenden Fällen ein.

  • Tod Ihres Hundes – informieren Sie die Versicherung über das Ableben Ihres Hundes und Sie erhalten ein sofortiges Kündigungsrecht.
  • Verkauf Ihres Hundes
  • Bei Beitragserhöhung – Kündigung binnen einem Monat möglich.
  • Im Schadensfall – bis zu 4 Wochen nach der Schadensregulierung besteht hier ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Unser Tipp: Vor Abschluss der Versicherung unbedingt auf die Länge der Police achten. In den meisten Fällen können Sie zwischen einem Jahr und aufwärts wählen.

9. Was kostet eine Hundehaftpflicht?

Grundsätzlich gilt: Je höher die Selbstbeteiligung desto geringer die Kosten. Eine günstige Hundehaftpflicht ist bereits für 3€/Monat zu haben. Möchten Sie einen vollständigen Schutz ohne Selbstbeteiligung und einer Deckungssumme von über 10 Millionen €, dann bewegen sich die Kosten im Bereich von 5€/Monat. Wie immer spielt Laufzeit und Zahlungsvereinbarung (monatlich oder jährlich) bei der Berechnung eine Rolle. Grundsätzlich sind die Kosten aber sehr überschaubar.

Für eine genaue Berechnung der Kosten für Ihre Hundehaftpflicht benutzen Sie unseren Vergleichsrechner. Wir empfehlen Ihnen eine Hundehaftpflicht ohne Selbstbeteiligung abzuschließen.

10. Hundehaftpflicht bei mehreren Hunden

Grundsätzlich muss jeder ihrer Hunde eine eigene Haftpflichtversicherung haben. Ähnlich wie bei einer Familienversicherung bieten die meisten Versicherer große Rabatte an, wenn Sie weitere Tiere über denselben Anbieter versichern.

Welpen bis zu 12 Monaten können grundsätzlich über Ihre bestehende Hundehaftpflicht mitversichert werden.

Unser Tipp: Sprechen Sie Ihre Versicherung direkt auf Rabatte bei Abschluss mehrerer Versicherungen an. Viele Hundeversicherungen bieten diese an, ohne direkt Werbung dafür zu machen.

Welchen Schutz brauche ich?

Der richtige Hundehaftpflicht bietet einen Rundumschutz für Sie und Ihren Hund zu fairen Konditionen. Zu den wichtigsten Punkten zählen:

Deckungssumme
Die Deckungssumme Ihrer Hundehaftpflicht ist der Maximalbetrag, welcher im Schadensfall durch die Hundehaftpflicht abgedeckt wird. Oft bewegt sich die Deckungssumme zwischen 3 Mio. und 20 Mio. € und mehr. Wir empfehlen Hundehaftpflichtversicherungen mit mindestens 10 Millionen € Deckungssumme. Im Vergleich zu den günstigsten Versicherungen sind diese oft nur 1€/Monat teurer.

Selbstbeteiligung
Selbstbeteiligung bedeutet, dass Sie im Schadensfall einen vorher zugestimmten Betrag selbst begleichen und die Versicherung erst dann einspringt, wenn der Schaden höher als dieser Betrag ist. Die Selbstbeteiligung liegt oft zwischen 0 und 250 Euro. Hundeversicherungen ohne Selbstbeteiligung sind im Schnitt 15% teurer, aber wir empfehlen Ihnen diese dennoch abzuschließen sofern finanziell möglich.

Konkrektes Beispiel: Sie schließen eine Hundehaftpflicht mit 150€ Selbstbeteiligung ab und Ihr Hund zerreißt die Hose der Nachbarin, welche 100€ gekostet hat. In diesem Fall müssen Sie den Schaden selbst bezahlen. Hat die Hose 200€ gekostet übernehmen Sie 150€ und die Hundehaftpflicht die restlichen 50€.

Zahlweise
Die Zahlweise hat einen großen Einfluss auf die Versicherungsprämie. Kostet eine Hundeversicherung 50€ im Jahr bei jährlicher Zahlung, so kann dieser Betrag schnell auf über 70€ steigen, wenn Sie monatlich zahlen möchten.

Also, wenn möglich zahlen Sie Ihre Hundehaftpflicht jährlich und sparen Sie bis zu 30%. Ist das für Sie finanziell nicht machbar so könnte auch die halbjährliche oder vierteljährliche Zahlung eine Option sein. Auch hier sparen Sie Geld gegenüber der monatlichen Zahlung.

Leistungsumfang
Ganz wichtig ist der Leistungsumfang Ihrer Hundehaftpflicht. Wie bei der Autoversicherung ist teuer nicht zwangsläufig besser und andersrum. In unserem Versicherungsvergleich haben wir die Leistungen der einzelnen Hundeversicherungen zusammengestellt.

Wichtig: Lassen Sie sich nicht jede Leistung als “ein Muss” verkaufen. Benutzen Sie Ihren Hund z.B. nicht zu gewerblichen Zwecken (z.B. Vermietung), dann brauchen Sie “Nebenberufliche Tätigkeiten” nicht mitversichern.

Aus Erfahrung sollten die folgenden Leistungen jedoch unbedingt enthalten sein:

  • Fremdhüterrisiko – das bedeutet, dass Ihrer Hundehaftpflicht auch dann geradesteht, wenn ein Bekannter mit Ihrem Hund Gassi geht.
  • Auslandsaufenthalt – Ihr Hund sollte auch dann versichert sein, wenn Sie im Ausland sind. In den meisten Versicherungen ist das inklusive.

Falls Sie Welpen mit Ihrem Hund planen so sollten Sie ebenfalls darauf Acht geben das der Welpenversicherungsschutz inklusive ist.

Hundehaftpflicht 2016

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Fragen kostet nichts

Nebenstehend haben wir zusätzlich zu unserem Leitfaden ein paar der häufig gestellten Fragen beantwortet. Sollten Sie dennoch Fragen haben empfehlen wir Ihnen das Tarifformular auszufüllen. Es geht schnell, ist 100% kostenlos für Sie und ein Experte wird Ihnen alle Ihre Fragen gratis beantworten können.

FAQ

Muss ich mich trotz einer Hundehaftpflicht an den Leinenzwang halten?

Ist in Ihrem Bundesland oder Ihrer Gemeinde (siehe Tabelle) der Leinenzwang Pflicht, dann haftet die Hundehaftpflicht nur dann, wenn Ihr Hund bei Schadensfall an der Leine geführt wurde.

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Hundehaftpflicht in Deutschland

2.1 Mio.

Hunde (30%) sind nicht versichert

100.000

versicherte Sachschäden pro Jahr

80 Mio.

Personen- und Sachschäden pro Jahr

1400x365

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